Endspurt ins Eigenheim: Was man im Umzugsstress nicht vergessen sollte


Artikel vom 14.09.2026


Endlich ist es soweit, der Hausbau ist abgeschlossen und das Leben in den eigenen vier Wänden kann losgehen. Nun gilt es, den Umzug möglichst problemlos über die Bühne zu bekommen. Kisten packen, Möbel demontieren, Helfer akquirieren – Bei manchen Dingen ist es sehr klar, dass sie erledigt werden müssen. Vor lauter Aufregung werden jedoch einige eher kleine, aber dennoch wichtige Aufgaben schnell übersehen. Folgende Hinweise können helfen, den Übergang reibungslos zu gestalten. 

Entsorgung von Aussortiertem

Ein ganz typischer Tipp für Umzüge lautet: Ausmisten! Der Wechsel in ein neues Heim ist der ideale Zeitpunkt, sich von Dingen zu trennen, für die man eigentlich keine Verwendung mehr hat oder an denen das Herz nicht hängt. Oft kann man Möbel und Hausrat verkaufen, online oder auf dem Flohmarkt und so die Haushaltskasse noch etwas aufbessern. Was man nicht verkaufen möchte, kann verschenkt beziehungsweise gespendet werden. Meist bleibt aber dennoch einiges übrig, was ein Fall für die Entsorgung ist. Wenn man die Möglichkeit dazu hat, kann man alles zu einem Wertstoffhof oder Recyclingcenter fahren. Dabei sollte man darauf achten, die verschiedenen Stoffe zu sortieren und sich über die maximale Abgabemenge pro Haushalt pro Tag informieren. Gegebenenfalls sind mehrere Fahrten nötig. Alternativ kann eine Sperrmüllabholung vereinbart werden. Oft muss jedoch eine mehrwöchige Wartezeit eingeplant werden. Zudem wird nicht unbedingt alles mitgenommen, in manchen Städten werden beispielsweise keine Elektrogeräte abgeholt. Für weiteren Abfall kann ein Container angemietet werden. Am einfachsten ist es jedoch, wenn man die Beräumung der alten Wohnung einem Entrümpelungsunternehmen überlässt. Dann muss nur mitgenommen werden, was man behalten möchte und um alles andere kümmern sich die Entsorgungsexperten. Einige Unternehmen bieten sogar ein Rundum-Sorglos-Paket. Beräumfix beispielsweise, ein Dienstleister für Entrümpelung und Haushaltsauflösung in Kassel, übernimmt nicht nur die komplette Beräumung, sondern entfernt bei Bedarf auch Tapeten, Auslegeware, Paneele und Co., übernimmt Renovierungs- und Malerarbeiten, reinigt alles und führt die Übergabe an die Hausverwaltung inklusive Protokollierung der Zählerstände durch. Das nimmt viel Stress und erlaubt es, sich ganz auf den Einzug im Eigenheim zu fokussieren. 

Halteverbot beantragen

Je kürzer die Strecken sind, auf denen Möbel und Kisten getragen werden müssen, desto besser. Deshalb ist ein Parkplatz direkt vor dem Hauseingang Gold wert. Beim neuen Eigenheim gibt es in der Regel einen eigenen Parkplatz, doch wer aus einer Mietwohnung auszieht, sollte dort besser ein Halteverbot für die Zeit des Umzugs beantragen. Der Antrag sollte mindestens 10 Arbeitstage vor dem Umzug gestellt werden, damit er rechtzeitig bewilligt wird. Die Halteverbotsschilder sollten mindestens drei Kalendertage vor dem Umzug aufgestellt werden, damit dort parkende Autos von ihren Besitzern bis dahin weggefahren werden können. 

Möbel umzugsfertig machen

Überlässt man den Transport einem Umzugsunternehmen, braucht man sich selbst in der Regel um nichts kümmern. Zieht man jedoch in Eigenregie um, sollte man besser einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Möbel und das neue Zuhause vor Transportschäden zu schützen. Türen, Schubladen und andere bewegliche Teile können mit Kreppband fixiert werden, damit sie beim Transport nicht aufgehen. Glasböden und Spiegel sollten nach Möglichkeit entfernt und separat als Bruchware verpackt werden. Kanten und Ecken können mit Luftpolsterfolie oder ähnlichem abgedeckt werden, um Schäden durch Stöße gegen Wände zu vermeiden. Sollen Kühlschrank oder Tiefkühltruhe mit umziehen, ist es wichtig, diese vor dem Umzug vollständig abzutauen. So kann verhindert werden, dass austretendes Schmelzwasser den Umzugswagen oder andere Möbel beschädigt oder sich Schimmel oder unangenehme Gerüche bilden. 

An die Post denken

Am Tag des Umzugs ist so viel los, das ein letzter Blick in den Briefkasten häufig vergessen wird. Außerdem ist es wichtig, einen Nachsendeauftrag bei der Post einzurichten, damit Rechnungen und andere Sendungen auch tatsächlich am neuen Wohnort ankommen. Damit das funktioniert, sollte auch allerspätestens beim Einzug ein Namensschild an Briefkasten und Klingel des neuen Zuhauses angebracht werden. 

Versicherungen anpassen

Spätestens mit dem Einzug in das neue Zuhause, sollte unbedingt der Versicherungsschutz angepasst werden. Der Wert des Hausrats unterscheidet sich meist doch recht deutlich, wenn man von einer kleineren Mietwohnung in ein großzügiges Eigenheim zieht. Höhere Quadratmeterzahlen und Neuanschaffungen für das neue Haus führen dazu, dass die alte Versicherungssumme nicht mehr ausreicht. Zudem kann die Hausratversicherung auch bei selbstverschuldeten Beschädigungen während des Umzugs greifen, wenn man diese vorab über den Umzug informiert und den Schutz für diesen ausweiten lässt. Auch deshalb sollte man sich frühzeitig mit diesem Thema auseinandersetzen. Außerdem sollte dringend eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden, falls dies bislang nicht geschehen ist. Denn als Eigentümer trägt man das alleinige finanzielle Risiko bei Schäden durch Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser. Elementarschäden sollten in Regionen mit erhöhtem Risiko unbedingt in den Vertrag eingeschlossen werden. 

Rauchmelder anbringen

Wer bislang zur Miete gewohnt hat, vergisst schnell, dass er nun für die Anbringung und Wartung von Rauchmeldern zuständig ist. Die Rauchmelderpflicht gilt in allen 16 Bundesländern, die Details können von Land zu Land leicht abweichen. Grundsätzlich müssen in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Flucht- und Rettungswege dienen, Rauchmelder angebracht sein. In Berlin und Brandenburg außerdem in Wohn- und Arbeitszimmern.