Keramische Solar-Dachziegel ermöglichen unsichtbare Photovoltaik in nahezu jeder Wunschfarbe – ohne Kompromisse bei der architektonischen Gestaltung.
Oberlangen, 6. August 2026 – Die Integration von Photovoltaik in die Gebäudehülle gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Wachstumsmärkte der Solarindustrie. Dennoch scheitern viele Projekte bislang an einem zentralen Zielkonflikt: Je höher der Energieertrag, desto sichtbarer die Solartechnik. Genau diesen Widerspruch will die SOLTEQ Solar GmbH mit ihrer neu entwickelten CNX-Technologie überwinden.
Das Unternehmen entwickelt derzeit ein keramisches Material, das erstmals die Herstellung von Solar-Dachziegeln mit nahezu unsichtbarintegrierter Photovoltaik ermöglichen soll. Das Verfahren verbindet die optischen Eigenschaften hochwertiger Keramik mit der Fähigkeit, ausreichend Sonnenlicht zur darunterliegenden Solarzelle zu übertragen. Ziel ist es, eine Dachoberfläche zu schaffen, die äußerlich wie ein klassisches Ziegeldach erscheint und gleichzeitig elektrische Energie erzeugt.
Nach Unternehmensangaben eröffnet die CNX-Technologie einen außergewöhnlich großen gestalterischen Spielraum. Die keramischen Solar-Dachziegel sollen künftig in nahezu allen RAL-Farbtönen gefertigt werden können. Darüber hinaus lassen sich unterschiedliche Oberflächenstrukturen realisieren – vom natursteinähnlichen Stone-Look bis hin zu historischen Dachoptiken, wie sie insbesondere bei anspruchsvollen Sanierungsprojekten oder architektonisch sensiblen Gebäuden gefragt sind.
Damit adressiert SOLTEQ einen Markt, dessen Potenzial bislang nur eingeschränkt ausgeschöpft werden konnte. Während klassische Photovoltaikanlagen auf maximale Energieausbeute ausgelegt sind, gewinnen Architektur, Stadtbild und Denkmalschutz zunehmend an Bedeutung. Gerade hochwertige Wohngebäude, exklusive Wohnquartiere sowie öffentliche und repräsentative Bauwerke verlangen Lösungen, die sich harmonisch in das Gesamtkonzept eines Gebäudes einfügen.
Branchenbeobachter sehen in der gebäudeintegrierten Photovoltaik (Building Integrated Photovoltaics – BIPV) einen der bedeutendsten Zukunftsmärkte der europäischen Bauwirtschaft. Mit steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und CO₂-Reduktion wächst gleichzeitig der Bedarf an Technologien, die nachhaltige Energiegewinnung und anspruchsvolle Architektur miteinander verbinden.
Die von SOLTEQ entwickelte CNX-Technologie verfolgt genau diesen Ansatz. Anstatt Photovoltaik als sichtbares Zusatzprodukt auf das Dach zu montieren, wird die Energiegewinnung zu einem integralen Bestandteil des Dach- oder Fassadenmaterials selbst. Dadurch entsteht eine Gebäudehülle, deren technische Funktion von außen nahezu unsichtbar bleibt.
„Die Zukunft der Photovoltaik wird nicht allein über höhere Wirkungsgrade entschieden, sondern darüber, wie selbstverständlich sie Teil moderner Architektur wird“, erklärt Dipl.-Ing. Berkay Bayer, Chef der SOLTEQ-Unternehmensgruppe . „Unser Ziel ist es, Solartechnik so in das Dach zu integrieren, dass sie gestalterisch praktisch nicht mehr wahrnehmbar ist.“
Sollte sich die CNX-Technologie im industriellen Maßstab etablieren, könnte sie neue Möglichkeiten für Architekten, Projektentwickler und Dachhersteller eröffnen. Insbesondere dort, wo Gestaltung, Werterhalt und Energieeffizienz gleichermaßen im Mittelpunkt stehen, dürfte das Verfahren auf großes Interesse stoßen.
Mit der Entwicklung der CNX-Technologie positioniert sich SOLTEQ
in einem Innovationsfeld, das weit über die klassische Photovoltaik
hinausreicht. Die Verbindung von keramischer Werkstofftechnik,
architektonischer Gestaltungsfreiheit und integrierter
Energiegewinnung könnte zu einem wichtigen Impuls für die nächste
Generation gebäudeintegrierter Solartechnologien werden.
Bild: SOLTEQ