In vielen Neubaugebieten gehört ein leistungsstarker Internetanschluss zur Grundausstattung eines Eigenheims. Schnelles Internet erleichtert schließlich den Alltag beim Arbeiten von zu Hause aus sowie bei der Steuerung von Smart Home Systemen. DSL über Kupferleitungen erreicht in der Praxis nur begrenzte Datenraten, aber mit Glasfaseranschlüssen freuen sich Eigentümer und Mieter über hohe Datenraten bei gleichbleibender Stabilität.
DSL nutzt Kupferleitungen, deren Übertragungsleistung stark von der Entfernung zum Verteiler abhängt. Bei längeren Leitungen sinken insbesondere die Uploadraten deutlich, die Downloadgeschwindigkeit bleibt typischerweise etwas stabiler.
Kabelanschlüsse über HFC Netze liefern höhere Downloadraten als DSL, die Uploads bleiben hier aber deutlich niedriger.
FTTH Anschlüsse (Fiber to the Home) führen Glasfaserleitungen direkt bis ins Gebäude. Dadurch erreichen Uploads und Downloads durchgehend hohe Geschwindigkeiten, unabhängig von der Entfernung. Solche Anschlüsse sind dementsprechend besonders dann sinnvoll, wenn mehrere Geräte gleichzeitig genutzt werden, beispielsweise für Streamingdienstnutzungen oder Smart Home Anwendungen.
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Anschlusstyp |
Leistung im Alltag |
Typischer Aufwand bei Einfamilienhaus |
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DSL/Kupfer |
gut für E Mail/einfaches Surfen |
meist standardmäßig vorhanden |
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Kabel/HFC |
gut für Streaming/Downloads |
mittlerer Aufwand, meist schon da |
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Glasfaser FTTH |
sehr hohe Stabilität |
Anschluss ins Haus nötig |
Deutschland hat in den vergangenen Jahren den Glasfaserausbau verstärkt, dennoch unterscheidet sich die Realität stark von politischen Ansprüchen.
Landesweit sind heute viele Straßen und Gemeinden zumindest so erschlossen, dass Glasfaserleitungen bis zur Straße verlegt sind, die Zahl der Haushalte mit einem Anschluss im Gebäude ist allerdings deutlich geringer. In dicht besiedelten Regionen ist der Zugang außerdem höher, in ländlichen Gegenden spärlicher. Knapp die Hälfte der Haushalte liegt inzwischen in Gebieten, in denen Glasfaserleitungen vorhanden sind und genutzt werden. Von diesen Haushalten ist circa die Hälfte bereits aktiv an das Glasfasernetz angeschlossen.
Regionale Förderprogramme unterstützen den Ausbau besonders dort, wo der private Ausbau wirtschaftlich schwierig wäre. Kommunen und Bundesländer geben zum Beispiel Zuschüsse, wenn unterversorgte Gebiete mit gigabitfähigen Anschlüssen versorgt werden sollen. In vielen Fällen geht es um die Kosten für den Tiefbau zum Hausanschluss und die Anschlusskomponenten selbst, die ansonsten aus eigener Tasche getragen werden müssten.
Das Verfahren sieht typischerweise folgende Schritte vor.
Anfrage an den Netzbetreiber zur Verfügbarkeit und Kostenaufstellung
Abstimmung von Fördermitteln mit Gemeinde oder Landkreis
Koordination der Bauarbeiten in der Bauphase des Hauses
So lassen sich Einbauten am besten gleichzeitig mit anderen Bauarbeiten koordinieren. Später nachträglich eine Leitung zu legen, ist in der Regel aufwendiger und teurer.
Viele Interessierte verwechseln die Begriffe „verfügbar“ und „aktiv am Haus angeschlossen“. Ein Gebiet verfügt jedoch zum Beispiel über Glasfaserleitungen, ohne dass jedes Objekt daran angeschlossen ist.
Nur wenn die Leitung bis ins Gebäude geführt und aktiviert wurde, stehen die hohen Datenraten auch wirklich zur Verfügung. Bei bestehenden Gebäuden lässt sich die tatsächliche Datenrate vor Ort mit einer Breitbandmessung überprüfen, um festzustellen, welche Geschwindigkeit aktuell verfügbar ist. In manchen Regionen markieren Anbieter die Verfügbarkeit im System, obwohl ein Anschluss physisch noch nicht bis zu der jeweiligen Adresse geführt ist. Ein Nachfragen beim Netzbetreiber und auf der Ebene der Gemeinde schafft hier Klarheit.
Ein Besuch beim örtlichen Bauamt oder bei Versorgungsbetrieben gibt verlässliche Hinweise auf Planungen zum Netz oder Glasfaserausbau. Gleiches gilt bei einer gezielten Anfrage an Netzbetreiber zur Verfügbarkeit einer konkreten Adresse. Eine solche Anfrage bringt obendrein schnell eine technische Bewertung, ob Leitungen bereits am Grundstück anliegen oder wie ein Anschluss realisierbar ist. Bei Einfamilienhäusern lässt sich der Anschluss häufig in die Tiefbauarbeiten integrieren, wenn frühzeitig geplant wird.
Wenn mehrere Anbieter in der Wohngegend aktiv sind, entsteht häufig ein Wettbewerb, der zu besseren Konditionen führt. Man sollte sich deshalb nicht auf die Aussage eines einzelnen Unternehmens verlassen und mehrere Verfügbarkeitsprüfungen durchführen.
Glasfaseranschlüsse sind in vielen Regionen verfügbar, aber der Schritt vom Leitungsnetz vor Ort zur individuellen Hausanbindung ist oftmals noch in Arbeit. Wenn früh im Bauprozess geklärt wird, ob ein direkter Glasfaseranschluss möglich ist und welche Kosten entstehen, lassen sich Leitungen dennoch in die Bauarbeiten integrieren und unerwartete Zusatzkosten vermeiden.
Eine
rechtzeitige Abstimmung mit Netzbetreibern und örtlichen Versorgern
hilft also, Verfügbarkeit und Anschlussoptionen zuverlässig zu
klären. Gleichzeitig erleichtert das die Koordination mit
Tiefbauarbeiten und anderen Gewerken auf dem Grundstück.
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statista