Schlüsselfertiges Haus oder doch Eigenleistungen erbringen?


Artikel vom 28.12.2020


Ein eigenes Haus zu besitzen ist immer noch ein sehr großer Wunsch von vielen Menschen. Diesen Traum kann man sich durchaus erfüllen und es gibt dafür unterschiedliche Möglichkeiten. Wie diese Möglichkeiten aussehen können, hängt natürlich von der Situation, den Vorstellungen und den eigenen finanziellen Mitteln ab. Für sehr viele stellt sich zum Beispiel in diesem Zusammenhang die Frage, ob man ein schlüsselfertiges Haus aus einer Hand wählt oder doch lieber - zumindest teilweise - selbst organisiert und mitbaut.

Es gibt nämlich die Möglichkeit, ein Fertighaus schlüsselfertig oder als Ausbauhaus zu erwerben. Dabei hat der Grad der Fertigstellung eines Hauses nichts mit der Bauweise zu tun. Bei einem Fertighaus würde sich die Eigenleistung immer nur auf den Innenausbau beziehen. Bei der Eigenleistung handelt es sich um die klassische Einsparmöglichkeit in Sachen Hausbau und natürlich auch beim Fertighaus. Dabei erledigt der Bauherr einen Teil der anfallenden Arbeiten selbst und zahlt dafür einen geringeren Preis, als wenn er das Haus schlüsselfertig bauen lässt. Haushersteller können einem mit dem sogenannten Ausbauhaus entgegenkommen.

Was bedeutet schlüsselfertiges Haus?

Wenn man sich für ein schlüsselfertiges Haus entscheidet, hat man die gute Möglichkeit, sein Eigenheim ohne Stress zu erhalten. Man gibt sozusagen nur den Hausbau in Auftrag und kann dann einige Monate später einziehen. Die Bau- und Leistungsbeschreibung regelt dabei, was vom Hersteller geliefert und gebaut wird. Bei der schlüsselfertigen Variante wird einem auf Wunsch alles aus der Hand genommen und die Ausstattung kann Keller, Küche und Alarmanlage beinhalten. Doch man sollte darauf achten, dass man auch die richtigen Verträge beim Anbieter unterschreibt, damit man am Ende nur noch mit dem Möbelwagen vorfahren braucht. Man muss wissen, dass es keine rechtlich verbindliche Definition für den Begriff "schlüsselfertig" gibt. Verträge und Leistungen können je nach Fertighaus-Hersteller durchaus unterschiedlich ausfallen. Extraposten könnten dabei noch schwer das Budget belasten. Ausdrücke wie beispielsweise "malerfertig" und "bezugsfertig" garantieren nicht, dass das Haus wirklich komplett fertiggestellt wird. Es kann sein, dass noch aufwendige Tapezier- und Malerarbeiten oder der Bodenbelag in Eigenleistung erbracht werden müssen.

Vorteile beim schlüsselfertigen Haus

Das schlüsselfertige Haus bauen zu lassen kann sehr einfach und stressfrei funktionieren. Man hat nur einen einzigen Ansprechpartner, der alles übernimmt (z.B. Planung, Lieferung, Aufbau, Behördengängen, Schlüsselübergabe). Nervenaufreibende Diskussionen mit Handwerkern oder Herausforderungen mit Behörden hat man nicht zu befürchten bei einer Komplettleistung. Als Bauherr hat man dazu einen fest kalkulierten Preis für das Haus.

Es muss nicht zwingend schlüsselfertig sein

Ein schlüsselfertiges Haus ist sehr bequem, aber es ist gibt auch eine preisgünstigere Variante. Wenn man als Bauherr doch an der ein oder anderen Stelle sparen muss, bietet es sich an, Haushersteller von Ausbauhäusern anzusprechen. Man kann den selben Haustyp oft in mehreren Ausbaustufen angeboten bekommen. Wenn man zum Beispiel die einfachste Version wählt, erhält man nur eine wettergeschützte und abschließbare Außenhülle vom Fertighaus oder man wählt die Variante mit komplett fertigem Erdgeschoss und ausbaufähigem Dachgeschoss. Wenn man Eigenleistungen in Betracht zieht, muss man neben den finanziellen Einsparmöglichkeiten auch an die Feierabende, Wochenenden und Urlaubstage denken, die man auf der Baustelle verbringen wird. Man darf zusätzlich die körperliche Belastung nicht unterschätzen. Auch sollte man kalkulieren, dass es verschiedener Werkzeuge bedarf, welche man sich auch entweder leihen oder kaufen muss. Der Selbstausbau kann aber auch Spaß machen, wenn einem dabei Freunde, Verwandte oder Nachbarn helfen und so ein Gemeinschaftserlebnis daraus wird.