Hanglage und aufgeweichte Böden: Hier spielen Fertigkeller ihre Stärken aus

Bauherren sollten Bauvorhaben von Anfang an ganzheitlich betrachten


Artikel vom 13.10.2020


Wer ein Haus bauen möchte, sollte sich zunächst gründlich mit seinem Baugrundstück befassen. Die Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF) empfiehlt, frühzeitig ein geologisches Gutachten in Auftrag zu geben und daraus die richtigen Schlüsse schon vor der Planung des Hauses abzuleiten. „Den Traum vom Eigenheim vor Augen, planen viele Bauherren ihr Haus auf Grundlage des individuellen Bedarfs, Budgets und Bebauungsplans. Nicht vernachlässigen sollten sie allerdings auch die Bodenverhältnisse und Topografie auf dem Baugrundstück“, sagt Stephan Braun von der GÜF.

Optimale Baugebiete mit ebenen Grundstücken und perfekten Bodenverhältnissen zum Bauen werden immer seltener. Umso häufiger ergeben sich für Bauherren auf Grundstückssuche Bauplätze mit erhöhten Anforderungen wie zum Beispiel aufgeweichtem oder sandigem Boden sowie in Hanglage oder mit hoch stehendem Grundwasser. „Nicht wenige Bauherren nehmen, was sie kriegen können, um endlich mit dem Hausbau zu starten“, weiß Braun. Darin allein sieht der Experte nicht zwangsläufig ein Problem, denn gerade moderne Fertigkeller seien ein sicheres Fundament für den Hausbau auch auf anspruchsvollen Grundstücken. Problematisch könne es allerdings werden, wenn die Hausplanung nicht schon beim Grundstück anfängt, der Bauherr auf ein gründliches geologisches Bodengutachten verzichtet und etwaig notwendige Erdarbeiten und Tiefbaumaßnahmen zunächst außer Acht lässt.

Ein Beispiel: Familie Mustermann hat ein Grundstück in Hanglage gekauft und gleich darauf mit der Planung ihres Traumhauses ohne Keller begonnen. Als der Plan steht, stellt die Baufamilie fest, dass neben aufwendigeren Erdarbeiten für Geländeauffüllungen und Sockelwände weitere Tiefergründungen erforderlich sind. Eine anfängliche Planung mit Keller hätte Familie Mustermann nur wenige tausend Euro mehr gekostet. Der Mehrwert, den der Keller dem Eigenheim und dessen Baufamilie zudem geboten hätte, hätte sich langfristig sicher bezahlt gemacht. „Denn Fertigkeller werden nicht nur als sicheres Fundament für alle möglichen Böden und Hanglagen konzipiert, sondern auch als sinnvolle Wohnraumreserve individuell auf jede Baufamilie abgestimmt“, so Braun. Dafür sei es notwendig und zielführend, von Anfang an das gesamte Bauvorhaben zu betrachten und die richtigen Schritte sinnvoll nacheinander zu gehen. „Eine Bauplanung ohne vorheriges Bodengutachten ist heute undenkbar. Wichtig ist aber auch, die richtigen Schlüsse aus dem Gutachten abzuleiten, bevor die Hausplanung beginnt. Die Unternehmen der GÜF stehen Bauherren und Hausherstellern mit ihrer Erfahrung und Kompetenz zur Seite“, sagt der Kellerexperte und verweist auf mehrere tausend Bauvorhaben, welche die Fertigkellerspezialisten jedes Jahr gemeinsam mit führenden Hausbauunternehmen erfolgreich planen und durchführen. Dass zusätzlicher Wohnraum im Untergeschoss Sinn macht, belegen etwa die stetig steigenden Grundstückspreise: Wer in die Höhe oder Tiefe statt in die Breite baut, nutzt vorhandene Grundstücksfläche maximal effizient aus. Selbst eine separate und komfortable Einliegerwohnung ist in einem modernen Fertigkeller möglich. „Nicht zuletzt zeigt auch die gegenwärtige Corona-Krise, wie schnell ein zusätzliches Zimmer beispielsweise für ein Homeoffice gebraucht wird, und wie hoch der Wert eines geräumigen und sicheren Eigenheims insgesamt ist“, so Braun abschließend.

Über Fertigkeller: Ein Fertigkeller stellt eine variabel nutzbare Raumlösung dar. Er wird industriell aus wasserundurchlässigem Beton vorgefertigt und binnen kurzer Zeit von den Mitgliedsunternehmen der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF) auf dem Baugrundstück montiert. Er ist nachweislich qualitätsgeprüft entsprechend den Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 518 und somit ein ideales Fundament für die darüber liegenden Geschosse. Basierend auf der Bodenbeschaffenheit, auf der Architektur und Statik des neuen Eigenheims sowie auf der Größe und dem Grundriss des Untergeschosses kalkuliert ein GÜFUnternehmen den Keller vor Baubeginn komplett durch und berechnet einen fixen Gesamtpreis.

Foto: GÜF/TALBAU-Haus/Glatthaar-Fertigkeller

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