"Vorsicht Falle" - Verbundenes Geschäft / Verbundenes Gewerk / steuerliche Betrachtung

Steuern sparen heißt KEINE verbundenen Gewerke oder Geschäfte abschließen


Artikel vom 18.07.2020


Um nicht unnötig Grunderwerbssteuern und Notargebühren zu bezahlen, ist es für Bauherrn eminent wichtig, beides strikt zu trennen.

Grundsätzlich ist es für Sie als Bauherrn aus steuerlichen Gründen wichtig, dass Grundstücks- und Hausgeschäft zwei absolut getrennte Geschäftsbeziehungen bleiben, damit es für Sie nicht zu einer steuerlichen Mehrbelastung kommt, die unnötig ist (verbundenes Geschäft oder verbundenes Gewerk).

Bitte achten Sie unbedingt darauf, denn die Grunderwerbssteuer und auch die Notar-Gebühren richten sich eigentlich lt. Gesetz immer nur auf das Grundstück aus. Nur wenn Sie beispielsweise ein Haus auf einem Grundstück im Bestand kaufen, bezieht das Finanzamt IMMER den Wert des Hauses UND des Grundstückes für die Berechnung der Steuerlast ein. Ein Hausbau auf einem Grundstück ist aber nicht Notar- und Steuerpflichtig, wenn beide Geschäfte strikt getrennt ablaufen.


Beispiel meines Hausbaues 2010

  • Grundstück und Haus über 2 getrennte Geschäftsbeziehungen
  • Grundstück 80.000,-- * 3,5% GewSt. + 1,5% Notar = 5 % = 4.000,-- für mich (so habe ich es gemacht!)
  • Grundstück und Haus über eine Geschäftsbeziehung
  • Grundstück und Haus gesamt 500.000,-- *3,5% + 1,5% Notar = 5% 25.000,-- für mich (verbundenes Geschäft) (so sollten Sie es NICHT machen)

Ich fand, dass ich ´die ersparten 21.000,-- lieber in mein Haus investieren sollte anstatt sie dem Finanzamt bzw. dem Notar zu bezahlen und deshalb habe ich beide Geschäfte getrennt. Deshalb rate ich dringend dazu, dem Finanzamt KEINEN Anlass zu geben, bei Überprüfungen einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Geschäften (Grundstück und Hausbau) herstellen zu können. Das geht regelmäßig schief denn es gibt ein Finanzamt in Mühldorf und ein Gericht in Augsburg, dass sich hier federführend um diese Fälle "kümmert" und nur allzu oft "fündig" wird ..... und kassiert. Ich habe Beispiele aus den letzten 10 Jahren selbst miterleben müssen.

  • Wenn Sie also selbst ein Grundstück suchen und kaufen und dann darauf Ihr Haus errichten lassen, gilt für Sie MEIN Beispiel 1.
  • Wenn Sie sich aber vom Hausanbieter auch ein Grundstück vermitteln lassen oder das Finanzamt eine Verbindung zwischen dem Kauf des Grundstückes und des Hauses herstellen kann, gilt für Sie das finanziell wesentlich schlechtere Beispiel 2.
  • Beispiel 2 gilt auch dann, wenn Sie sich vom Makler des Grundstückes auch den Hausbau vermitteln lassen oder den Bauträger eines Hauses bzw. wenn Sie ein Haus eines Bauträgers oder einen Altbestand (grbrauchtes Haus) vom Anbieter kaufen. Das sind dann steuerlich immer "verbundene Geschäfte oder verbundene Gewerke" ............. Beispiel 2 !"


Informationen dazu und Beratung insgesamt: Heimo Kandler 0177-2584218 heimo.kandler@t-online.de sowie für Terminvereinbarungen