Richtiges Bohren und Dübeln im Ziegelmauerwerk

Tipps für Bauherren


Artikel vom 12.05.2020


Die Wände eines Hauses – egal, ob es sich dabei um Außen- oder Innenwände handelt – besitzen eine tragende Rolle: Sie stützen nicht nur die oberen Geschosse und das Dach, sondern müssen auch schwere Hängeschränke, Sanitär- oder Dekoobjekte halten. Beste Voraussetzungen für eine dauerhafte und sichere Verbindung bietet ein Mauerwerk aus Ziegeln.

Das wohngesunde Baumaterial, das aus rein natürlichen Rohstoffen hergestellt wird, besitzt eine hohe Festigkeit und ist besonders stabil. Doch auch bei einer vermeintlich einfachen Aufgabe wie dem Anbringen von Gegenständen gilt es, einige Basics zu beachten. Denn nichts ist ärgerlicher als wenn der Bohrer ein zu großes Loch ausschlägt und der Dübel keinen Halt findet.

Richtig bohren….

Damit die Ränder des Bohrlochs nicht ausbrechen und Innenstege von Lochziegeln nicht zerstört werden, empfiehlt sich das Bohren im Drehgang – ganz ohne Schlag- und Hammerwirkung. Das gelingt am besten mit einem scharf angeschliffenen Hartmetallbohrer (kein Steinbohrer!). Die Bohrmaschine sollte dabei unbedingt waagerecht gehalten werden.

…mit dem passenden Dübel

Ebenso wichtig ist die Wahl des passenden Dübels. Zu empfehlen ist die Verwendung von fertigen Schrauben-Dübel-Sets, da hier die Materialien aufeinander abgestimmt sind. Nicht immer ist der Griff in die Universaldübelbox des Heimwerkers die richtige Wahl – gerade, wenn es um die Befestigung schwerer Gegenstände geht.

Bei der Befestigung von Handtuchhaltern, Leuchten, Bilderrahmen, Sockelleisten oder Küchenschränken reichen in der Regel universell einsetzbare Kunststoffdübel, die sich beim Eindrehen der Schraube aufspreizen. Für Hochlochziegel eignen sich vor allem Varianten mit langem Spreizbereich, sogenannte Rahmendübel. So wird der Dübel über mehrere Stege im Innern des Ziegels befestigt, was einen sicheren Halt gewährleistet.

Müssen sehr schwere Gegenstände wie Markisen, Vordächer, WCs und Waschtische gehalten werden, kommen meist spezielle Injektionsanker zum Einsatz.

Fotos: Deutsche Poroton / E. Jordens (Küche), Deutsche Poroton / C. Große (Rohbau), Deutsche Poroton

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